Volksmusik, Pop und Strauss ... von vielem etwas dabei

26. Januar 2020

Einen festen Platz im Veranstaltungskalender von Ebersbach hat unser Neujahrskonzert. Und nicht nur da: auch viele Musikfreunde haben diesen Termin im Kalender, wie der Andrang zeigte. Bereits 15 Minuten vor Saalöffnung sammelten sich die ersten Gäste vor dem Eingang und der Besucherstrom wollte auch danach nicht abreißen.

Sie alle bekamen vom Orchester eine bunte Mischung geboten, wobei sich der Bogen weit spannte: von bekannten Melodien und feinsinniger Musikalität bei zarten, melancholischen Tönen bis zum treibenden Groove rockiger Passagen.

Volkslieder spielt heute keiner mehr ... aber wir

Edmund Holzwarth
Also ... des war so ...

Dirigent Edmund Holzwarth, der hintersinnig und mit Humor selbst durch das Programm führte, betonte aber auch, dass es mehr brauche als ein paar bekannte Liedchen. Zum Beispiel Rudolf Würthners herausragende Arrangeurskunst. Dessen Deutsche Volksweisen gelten zurecht als Meisterwerk dieser Art. Von Würthner, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, stammt auch die Ouvertüre Caprice, die zu Beginn erklungen war.

Schlagzeuger par excellence

Der Sprung von Volksliedern zu Swing und Rock könnte größer nicht sein. Dank des Drives der beiden Schlagzeuger Dominik Pschaidt und Lukas Siegler gelang dieser aber fast mühelos.Bohemian Rhapsody der Gruppe Queen mit sechs sehr unterschiedlichen Abschnitten und Joseph Kosmas Jazz-Standard Autumn Leaves zeigten, dass das Orchester sich auch in diesen Genres heimisch fühlt.

Rhythmisch ebenfalls herausfordernd für alle Akteure: die Suite von Rudolf Bruci. In diesem Höchststufenstück wechseln sich ungerade Taktarten und orientalisch wirkende Moll-Klänge des Balkans mit feurigen Passagen ab, unterbrochen von einem zarten Choral.

Der kleine und der große Wald

Undenkbar ist ein Neujahrskonzert ohne Johann Strauss. In den beiden von Dirigent Holzwarth ausgewählten Kompositionen stehen zwei Waldgebiete aus der Heimatstadt von Strauss im Mittelpunkt. Das Krapfenwaldl in Wien-Döbling mit einer kleinen, feinen Polka francaise, in die Strauss Vogelgezwitscher und Kuckucksrufe hineinkomponiert hat. Der Dirigent griff zur Umsetzung dazu selbst zur Blockflöte. Und den Wienerwald würdigt der Komponist mit den gleichnamigen G´schichten, einem großen Konzertwalzer mit fünf ländlichen, ins Ohr gehenden Motiven aus dieser Gegend.

Orchester auf der Bühne
Vielen Dank für den Beifall

Zum Gedenken

Emotional wurde es bei den Zugaben: es erklang der Marsch Stauferland des kürzlich verstorbenen Vereinsgründers und langjährigen Dirigenten Eugen Hohnecker - ein letzter Gruß an ihn, dessen Bild am Bühnenrand an ihn erinnerte. Mit dem von ihm früher ebenfalls gern ins Programm genommenen Galopp aus Ein Ballettabend endete ein erfolgreiches Konzert.

Gut bewältigter Andrang

Die Nachfrage nach Häppchen und Getränken wurde diesmal noch stressfreier bewältigt als sonst: Gäste auf der Empore bekamen alles direkt vor der Haustüre. Diese zusätzliche Verpflegungsstation entzerrte den Andrang im unteren Foyer deutlich. Und nicht zuletzt sorgte ein eingespieltes Catering-Team für einen reibungslosen Ablauf und damit für ein angenehmes Drumherum.

Berichte 2020

Neujahrskonzert (26. Januar 2020)


Mitgliederversammlung (14. Februar 2020)

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