Musikalisches Feuerwerk zum neuen Jahr

Große musikalische Bandbreite in ausgefeilter Technik und Dynamik

Schwungvoll startete das Akkordeonorchester Ebersbach bei seinem vierten Neujahrskonzert in das neue Jahr und begeisterte die Zuhörer in der ausverkauften Aula des Raichberg-Schulzentrums. Die zahlreichen Gäste waren eingeladen, das neue Jahr bei einem Glas Sekt und virtuoser Musik zu begrüßen.

Zum Auftakt des musikalischen Feuerwerks spielte das Erste Orchester unter der Leitung seines Dirigenten Edmund Holzwarth das „Capriccio Italien op.45“ von Peter Tschaikowsky: Eine launische, für alle Spieler technisch sehr anspruchsvolle Komposition, die italienisches Flair und italienische Lebensfreude ausstrahlt. Bereits nach den ersten Takten spürte man die Spielfreude des Orchesters, die auf das Publikum übersprang. Ein kleiner Walzer in der Mitte des Werkes zauberte manchem Zuhörer ein Lächeln auf die Lippen - diese Melodie verwendete Freddy Breck in seinem bekannten Schlager „Bianca“.

Dirigent Edmund Holzwarth führte wie gewohnt fachlich kompetent mit Witz, Ironie und fantasievoller Mimik durch das kurzweilige Programm. So kündigte er als nächstes die „Keniade“ an, eine Suite in 4 Sätzen von Fritz Dobler. Der Dirigent und Komponist feiert im Jahr 2017 seinen 90. Geburtstag. Inhalt des Werks ist eine Kenia Reise Doblers mit seinem Freund Herbert Werz. Der 1. Satz „Allegro moderato: Mit Herbert auf Safari“, zeigt musikalisch die große Freude und Begeisterung, dass es wieder los geht in die fast unendliche Savanne zu den Tieren und Menschen. Es ist der Sonnenaufgang im afrikanischen Busch. Die Musik des 2. Satzes: „Valse lento: Hippos Liebesspiele“, führt die Zuhörer zu Mama und Papa Hippo (Flusspferde) im Wasser. Dem Gewicht dieser Tiere entsprechend schwerfällig ist die Musik. Der 3. Satz „Capriccio: Impala – der Springbock“, beschreibt diese wunderbaren Tiere, quicklebendig und federleicht, mehr in der Luft als am Boden, bei Spiel und Spaß. Entsprechend leicht und spritzig ist die Musik. Der letzte Satz: „Moderato“: Ngoma (kultischer Tanz)“, führt das Publikum zu den Bewohnern der Wildnis und ihrem Beschwörungstanz, mit dem sie um Regen bitten, um Wasser zum Leben und Überleben für Pflanzen, Tiere und Menschen. Fritz Dobler hat mit der Keniade ein Werk geschaffen, das, vorgetragen mit viel musikalischem Einfühlungsvermögen, bei den Zuhörern großen Anklang gefunden hat.

Mit der Schnellpolka „Leichtes Blut“, die Johann Strauß zum Karneval 1867 komponierte, verabschiedete sich das Orchester in die Pause.

Voller Einsatz ... bei Spielern und Dirigent

„Dione“ und „Mimas“ sind zwei „Monde des Saturn“ und damit zwei Sätze aus der gleichnamigen Komposition des zeitgenössischen Komponisten Stefan Hippe. Das Ebersbacher Orchester hatte u.a. mit diesen Vorträgen beim 12. World Music Festival im vergangenen Jahr in Innsbruck eine herausragende Bewertung erhalten. Bei Dione wird das Orchester zur Klangorgel. Die Harmonik ist in romantische Pracht gehüllt und strahlt feierlichen Glanz aus. Ein kurzes humoristisches Zwischenspiel bildet dazu einen großen Kontrast. Hinter Mimas verbirgt sich ein Konzert zwischen vier Solisten und dem Orchester. Die Stimmen der Solisten bestehen aus einer sehr virtuosen, dichten Melodie. Lange fragten sich Dirigent und Spieler, ob sie diese Kompositionen beim Neujahrskonzert vortragen könnten. Doch der große Applaus bestätigte ihre Entscheidung.

Mit den beiden Kompositionen „Bluesette“ von Jean Toots Thielemans und „Ray Charles-In Concert“, beide arrangiert von Wolfgang Russ, zeigte das Orchester, dass auch leichte und exakt von einem Akkordeonorchester gespielte Unterhaltungsmusik mit jazzigen Rhythmen die Zuhörer begeistern kann. Mancher von ihnen hätte hierzu sicher gerne ein bisschen getanzt.

„Rosen aus dem Süden“ ist ein Klassiker unter den Walzern von Johann Strauss. Mit ihm verabschiedete sich das Ebersbach Orchester von seinem begeisterten Publikum.

Für den lang anhaltenden Applaus bedankten sich Spieler und Dirigent mit dem Radetzky-Marsch bei den Zuhörern, die mit riesigem Beifall eine weitere Zugabe gefordert hatten, welche vom Orchester auch gerne gespielt wurde.

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