Musikalisches Feuerwerk zum neuen Jahr - Grandioses Neujahrskonzert des AOE

Zum ersten Mal hatte das AOE zu einem Neujahrskonzert eingeladen. Die Besucher positiv motiviert mitzunehmen war das Ziel beim musikalischen Start in das neue Jahr. Unter der Leitung seines Dirigenten Edmund Holzwarth gelang dieses dem Orchester hervorragend. In der vollbesetzten Aula des Raichberg-Schulzentrums zündeten die Akteure ein brillantes musikalisches Feuerwerk. Vor Beginn des Konzerts waren alle Gäste und Musiker zu einem Neujahrsumtrunk eingeladen. Überraschungsgast des Abends war - für alle Anwesenden - der im September 2013 neu gewählte Präsident des Deutschen Harmonikaverbandes und MdL, Herr Jochen Haußmann. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Bezirks Staufen, Herrn Erhard Schwenk, wollte er besondere Ehrungen vornehmen.

Stilvolle Dekoration
Hochkarätige Gäste

Mit einem überzeugenden Beckenschlag begann das Orchester das Vorspiel zur Oper Carmen von Georges Bizet. Bereits nach den ersten Takten spürte man die Spielfreude des Orchesters, die auf das Publikum übersprang. Fachlich kompetent führte Dirigent Edmund Holzwarth durch das kurzweilige Programm mit Witz, Ironie und phantasievoller Mimik und Körpersprache. Etwas ruhiger, aber nicht weniger musikalisch vorgetragen, folgten das Larghetto und die Gavotta aus der Sinfonie Nr. 1 von Sergej Prokofjew. Dieses Werk ist geprägt von Heiterkeit und Vitalität. Der Marsch in B, ein Militärmarsch, bildete den Abschluss des Prokofjew-Ensembles.

Was wäre ein Neujahrskonzert ohne Johann Strauss? Mit der Annenpolka demonstrierte E. Holzwarth mit seinen Musikern, wie sehr die Gefälligkeit eines Musikstückes von der Variation der Tempi abhängt. Die Ebersbacher spielten das Stück zunächst in gleichbleibendem, nach Metronom vorgegebenem Tempo, und im Anschluss daran mit individuellen, vom Dirigenten vorgegebenen Verzögerungen und Temposteigerungen. Der Zuhörer-TED bewies, dass die individuelle Interpretation durch den Dirigenten erst den künstlerischen Wert von Musikwerken ausmacht. Nach der Tick-Tack-Polka folgte zum Abschluss vor der Pause The Lord of the Dance von Ronan Padraig Hardimann. Dieses weitbekannte Stück ist die Nacherzählung einer alten irischen Legende vom Kampf des Guten gegen das Böse und wurde von Michael Flatley in einer irischen Tanzshow wiedergegeben. Von den ersten lange klingenden Glockenschlägen bis hin zum stark rhythmisch geprägten Finale versuchte das Orchester, den Zuhörern irische Landschaften und das Lebensgefühl dieses besonderen Volkes darzustellen.

Nach anregenden Gesprächen während der Pause zog das Orchester seine Zuhörer mit dem Teufelstanz erneut in seinen Bann .Durch dieses Glanzstück virtuoser Orchestermusik, komponiert von Josef Helmesberger, wurde etwas vom Wiener Flair durch den engagierten Vortrag der Musiker ins Publikum getragen. Danzon Nr. 2 ist eine faszinierenden Komposition des zeitgenössischen mexikanischen Komponisten Arturo Marquez mit vielen unterschiedlichen Klangfarben, dargestellt durch zwei Elektronien. Häufige Tempo- und Rhythmuswechsel forderten sowohl das Orchester als auch seinen Dirigenten und besonders die beiden Schlagwerker. Mit großer Lust, Spielfreude und musikalischem Einfühlungsvermögen überzeugten die Musiker ihre Zuhörer. Sicher wurde das mitswingende Publikum vom Klang dieser kubanisch/mexikanischen Rhythmen animiert.

Die Tritsch-Tratsch-Polka ist eine Polka-Schnell von Johann Strauss, die die Spieler auch in entsprechendem Tempo musizierten. Dieser Musikvortrag leitete über zum Strauss-Walzer An der schönen blauen Donau, der an keinem Neujahrskonzert fehlen darf. Schon nach den ersten Takten hörte man leises Raunen im Publikum. In den Gesichtszügen der Zuhörer sah man, dass sie entspannt den Ausklang dieses schönen Abends wie tatsächlich an den Ufern der schönen blauen Donau genießen würden. Für den lang anhaltenden Beifall am Ende des rundum gelungenen Konzerts bedankten sich Musiker und Dirigent mit dem Radetzky-Marsch und der Tick-Tack-Polka.

Danke für den Applaus

Weitere Bilder des Neujahrskonzerts finden Sie in unserer Bildergalerie.

Ehrungen durch den Präsidenten des Deutschen Harmonikaverbandes

Im Rahmen des ersten Neujahrskonzerts des AOE wurden zwei verdiente ehrenamtlich tätige Mitglieder des Akkordeon-Orchesters vom Präsidenten des Deutschen Harmonikaverbandes und MdL, Herrn Jochen Haussmann, und dem Vorsitzenden des DHV-Bezirks Staufen, Herrn Erhard Schwenk, geehrt: Dirigent Edmund Holzwarth und Vorstand Franz Hummel. Die Ehrung war für beide überraschend.

Ehrung für Edmund Holzwarth
Ehrung für Franz Hummel

Edmund Holzwarth hat in Ebersbach bei Eugen Hohnecker das Akkordeonspiel erlernt und kam im Jahr 1963 mit zehn Jahren als sehr begabter Spieler ins damalige Jugendorchester. Bei vielen überregionalen Wettbewerben hatte er als Solist und im Duo mit Alexander Poljakov herausragende Preise erhalten. 1967 wechselte E. Holzwarth ins 1. Orchester, in dem er bis 1999 u.a.als Stimmführer der zweiten und danach der ersten Stimme spielte. Parallel dazu erteilte er jungen Spielern/innen Musikunterricht und leitete das Jugendorchester. Als 1999 Eugen Hohnecker nach 53 Jahren den Dirigentenstab abgab, wählte der Verein aus den vorliegenden Bewerbungen Edmund Holzwarth als seinen neuen Dirigenten für das 1. Orchester aus. Bis heute steht er dem Orchester vor. Viele Jahre war er während dieser Zeit als Mitglied in der Vereinsleitung und 2. Vorsitzender tätig.

Auch außerhalb Ebersbachs war E. Holzwarth in der Musikszene aktiv. Seit 40 Jahren leitet er das Hamonikaorchester Endersbach, außerdem war er Chorleiter von verschiedenen Chören. Edmund Holzwarth ist ein hervorragender, begeisternder Musiker, der auch Kompositionen für Akkordeonorchester bearbeitet hat. So. u.a. die Sinfonie Nr. 1 von Prokofjew, die das Orchester beim Neujahrskonzert musizierte. Dass E. Holzwarth in seinem Hauptberuf Lehrer ist und die Musik zu seiner Freizeitbeschäftigung gehört, sei nur nebenbei bemerkt.

Edmund Holzwarth hat sich mit beispielhaftem persönlichen Einsatz um die Akkordeon-Musik verdient gemacht. In Anerkennung und Würdigung dieser Verdienste überreichte ihm Präsident Jochen Haussmann die Volksmusik-Medaille.

Franz Hummel hat mit zehn Jahren in Donzdorf das Akkordeonspiel erlernt und von 1963-1966 während seines Studiums in Berlin Orchesterluft geschnuppert. Seit 1967 spielt er im 1. Orchester des Akkordeon-Orchesters Ebersbach. Im Februar 1972 wurde er, nachdem er bereits ein Jahr zuvor als stellvertretender Vorsitzender gewählt worden war, 1. Vorsitzender des Vereins.

Er übernahm die Organisation eines Vereins, der damals schon mit seinen Orchestern auf herausragende Erfolge zurückblicken konnte. Diese Erfolge fortzusetzen, musikalische Verbindungen und Partnerschaften im In- und Ausland zu knüpfen und eine solide Jugendarbeit im Verein anzubieten waren und sind seine hochgesteckten Ziele.

Mit außerordentlichem Engagement ist er der Motor des Vereins, unter dessen Vorstandschaft das AOE nicht nur in der Stadt Ebersbach ein vorbildlich geführter und vielseitig aktiver Verein, sondern ein weit über die Grenzen des Bezirks Staufen und innerhalb des Deutschen Harmonikaverbands bekanntes Orchester wurde. Konzertreisen, die musikalische und gesellschaftliche Aspekte miteinander verbinden und die Franz Hummel mit großer Freude immer selbst organisiert, wurden nach Italien, Frankreich, Ungarn, in die Schweiz, in die Tschechische Republik, nach Norwegen wie auch in die Baltischen Staaten durchgeführt. Auch organisatorisch hat er den Verein mit neuen Ideen und Impulsen stets vorangebracht. Ein besonderes Anliegen ist ihm vor allem die Jugendarbeit und die musikalische Ausbildung der jugendlichen Vereinsmitglieder.

Im Jahr 1998 war Franz Hummel aus beruflichen Gründen gezwungen, den Vereinsvorsitz abzugeben und als stellvertretender Vorsitzender vorübergehend in die zweite Reihe zurückzutreten. Doch bereits zwei Jahre später konnte er den Vorstandsposten erneut übernehmen. Er ist somit im Februar 2014 40 Jahre als Vorstand für das Akkordeon-Orchester Ebersbach tätig und spielt seit 47 Jahren in unserem Orchester mit. Franz Hummel hat sich mit besonderem Engagement für die musikalischen Ziele des DHV eingesetzt. Pflege, Förderung und Verbreitung des Musizierens in der Gemeinschaft standen im Vordergrund der persönlichen Bemühungen. Als Dank und Anerkennung dafür überreichte ihm DHV-Präsident Jochen Haussmann die Ehrenmedaille in Gold des Deutschen Harmonikaverbandes.

Herzlichen Glückwunsch auch von Seiten des AOE an die beiden Geehrten!

Die Geehrten mit den DHV-Vertretern

Berichte 2014

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Maihock


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