Musikalische Wiedervereinigung - Konzert des Akkordeon-Orchesters Ebersbach in Erfurt

Fast auf den Tag 25 Jahre nach dem Mauerfall und Öffnung der Grenzen zwischen Ost- und Westdeutschland führte das Akkordeon-Orchester Ebersbach zum vierten Mal eine Konzert- und Kulturreise in die östlichen Bundesländer durch. Ziel war in diesem Jahr Thüringens Landeshauptstadt Erfurt, wo zusammen mit dem Erfurter Akkordeonorchester ein gemeinsames Konzert gespielt wurde. Aber auch viele Besichtigungen und Stadtführungen standen auf dem Programm.

Nach der Anreise, durch einige Staus verzögert, wurde im Hotel Mercure mitten in der Altstadt Quartier bezogen und erste persönliche Kontakte zu Dirigent und Vorstandschaft des Erfurter Akkordeonorchesters geknüpft. Die Ebersbacher, bekannt durch viele Konzertreisen im In- und ins Ausland, sind seit fast einem Jahr mit dem Erfurter Orchester in Verbindung mit dem Ziel, dort ein Konzert zu spielen. Am nächsten Morgen stand aber zunächst eine Führung durch die Altstadt von Erfurt auf dem Programm. Neben der Krämerbrücke, dem Fischmarkt mit dem Rathaus und dem Domplatz mit dem Dom St. Marien und der St. Severi Kirche wurden auch interessante kleine Gässchen mit wunderschön restaurierten Häusern besichtigt. Nach einer Orginal Thüringer Rostbratwurst stand der Nachmittag und frühe Abend ganz im Zeichen der Musik und des gemeinsamen Konzerts, das in der vollbesetzen Lutherkirche in Erfurt stattfand.

Erstes Orchester in der Lutherkirche in Erfurt

Das Erfurter Orchester unter der Leitung von Harald Benkert begann den ersten Teil schwungvoll mit bekannten Filmmusiken wie Forrest Gump, A Summer Place, Herr der Ringe, Fluch der Karibik u.a. , die das Publikum zum mitswingen animierten. Mit Schwabenstreiche, sieben Variationen zu einer Schwäbischen Volksweise von Adolf Götz, eröffnete das AOE unter der Leitung seines Dirigenten Edmund Holzwarth nach der Pause den zweiten Teil des Programms. Man spürte beim Erfurter Publikum, dass die Grundmelodie Jetzt gang i ans Brünnele auch in Thüringen nicht ganz unbekannt ist. Es folgten A Night Like This, West Side Story und Copacabana, das die Ebersbacher gewohnt gekonnt vortrugen und die Zuhörer begeisterten. Mit der Ouvertüre zu Die Fledermaus, dem Csardas und der Polka schnell Unter Donner und Blitz wurde wiederum der musikalische Geschmack des Publikums getroffen, das sich mit lang anhaltendem Applaus bei den Musikern bedankte und sich als Zugabe den Radetzky-Marsch erklatschte. Beim Austausch der Geschenke durch die beiden Vorsitzenden Ines Wesselow-Benkert und Franz Hummel wurde der Wunsch geäußert, einmal wieder ein gemeinsames Konzert zu veranstalten. Der Abend klang in der Weinstube Le Bar aus, wo die Spieler/innen beider Orchester bei einem Thüringischen Buffet und kühlen Getränken bis tief in die Nacht feierten.

Am Sonntag stand der Besuch von Eisenach mit einer Führung in der Altstadt und auf der Wartburg auf dem Programm. Nur wenig Zeit verblieb leider für den Besuch des Bachmuseums. Den Abend verbrachten Orchesterspieler/innen und mitreisende Gäste wieder in der wunderschön erleuchteten Erfurter Altstadt und genossen dort die kulinarischen Köstlichkeiten der Thüringer Küche.

Reisegruppe in Eisenach

Am letzten Tag führte die Reise nach Weimar, wo die Ebersbacher bei einer Führung ebenfalls viel über die Geschichte, insbesondere auch Goethe und Schiller während ihrer Weimarer Zeit, erfuhren. Nach einer Tasse Kaffee und einem leckeren Kuchen bei strahlendem Sonnenschein auf dem dortigen Marktplatz hieß es wieder Abschied nehmen aus Thüringen. In dem Bewusstsein neue Musikfreunde gefunden zu haben, ging es mit vielen unvergesslichen Eindrücken zurück in die schwäbische Heimat.

Berichte 2014

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